Busschule des VRN

"BusSchule" ermöglichte neue Blickwinkel

Fünftklässler der KTS erfuhren viel Wissenswertes über das Busfahren

 

[08.03.2018] Rums, da liegt er - der Dummy, der eigentlich für einen auf den Bus wartenden Schüler steht - regungslos quer auf der Straße. Er wurde vom Bus gestreift! Wie konnte das passieren? Kann der Busfahrer nicht richtig schauen? Nein, kann er nicht! Davon konnten sich die Fünftklässler der Karl-Trunzer-Schule persönlich überzeugen, indem sie nacheinander auf den Busfahrersitz kletterten und die Sicht dessen einnahmen. "Ich sehe ihn wirklich nicht!", erkannten sie überrascht und mit großen Fragezeichen in den Augen, "nicht mal, wenn ich mich hinstelle!"

 

Genau das ist eines der Ziele, die der Verkehrsverbund Rhein-Neckar mit seiner "BusSchule" erreichen will: Kinder sensibel machen für die Gefahren im Straßenverkehr und möglichst deren Verständnis erzeugen - für die schlichtweg notwendigen Regelungen sowohl im Bus als auch an der Bushaltestelle.

 

Herr Zorn von Rhein-Neckar-Bus nahm sich für die Fünftklässler viel Zeit, beantwortete zunächst im Klassenzimmer geduldig sämtliche anfallende Fragen rund um richtiges Verhalten für eine sichere Fahrt in Bussen, aber auch Fragen bezüglich Busfirmen, Kosten und Tickets. Soweit so gut...

 

Um aber dies alles nicht nur in der Theorie zu hören, sondern auch am Ort des Geschehens zu erleben, fand Teil 2 der Veranstaltung direkt am und im Linienbus statt. Dabei reichte das Informationsspektrum von der Rücksichtnahme auf andere Fahrgäste (es gibt sogar besondere Plätze!) über die Regelung für mitfahrende Hunde bis hin zum Verstehen der vielen Knöpfe und Piktogramme, die an Bushaltestellen und in Bussen angebracht sind bzw. sein können.

 

Und bei einer kurzen Spritztour ging es schließlich um mögliche Gefahren auf dem Schulweg, um die Kinder erstens dafür zu sensibilisieren und zweitens Verständnis für die deshalb aufgestellten Regelungen zu schaffen. So war den Schülerinnen und Schülern beispielsweise neu, dass es beim Ess- und Trinkverbot weniger um die Sauberkeit als um die Sicherheit geht. Nicht auszudenken, was beispielsweise bei einer Vollbremsung passieren kann, wenn jemand gerade aus einer Flasche trinkt.

 

Ein Höhepunkt war sicherlich, als die Kids ihre Hände und Füße in der sich schließenden Tür einklemmen lassen durften und merkten, dass dies gar nicht schmerzhaft ist. Kein Grund zur Panik also, falls dies mal passieren sollte! Doch - und auch da staunten die Kids - sind an der hinteren Tür meist Sensoren angebracht, die ein Schließen der Tür gar nicht erst ermöglichen, wenn etwas eingeklemmt werden könnte. "Das merkt der Sensor", informierte Zorn.

 

Für einen richtigen Schreck sorgte die persönliche Erfahrung des "Toten Winkels", da wirklich jeder zugeben musste, die Person in diesem Bereich außerhalb des Busses einfach nicht gesehen zu haben. "Da ist ja ganz schnell etwas Schlimmes passiert!", brachten sie es mit einer gewissen Betroffenheit auf den Punkt.

 

Im Rahmen des Projekts lernten die interessierten Kids also nicht nur Verhaltensregeln im Bus kennen, sondern wurden mit Gefahrenlagen im Straßenverkehr konfrontiert, denen sie sich zuvor - den Gesichtern und Rückmeldungen nach zu urteilen - noch nicht wirklich bewusst gewesen waren. Ziel erreicht!

 

Am Schluss bekamen die Schülerinnen und Schüler sogar noch ein informatives "BusSchul-Heft" geschenkt, in dem sie im Unterricht oder in der Lernzeit weiterarbeiten konnten.
 
Text und Fotos: I. Waldherr, KTS

"Die Busschule an der KTS"


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